Refubees welcome!

Endlich ist es so­weit: Die Zei­ten der ängst­lichen Er­wart­un­gen, wie es wohl ist, Im­ker zu wer­den und Bie­nen zu ha­ben, sind vor­bei! Nun kommen die Zei­ten der ängst­lichen Er­wartun­gen, die man hat, wenn man Im­ker ist und Bie­nen hat.
Aber der Reihe nach…

Let my people go

201701_0635_heahaAm Donners­tag er­halte ich die Mail, dass die bei­den Völ­ker auf den Weg ge­bracht wer­den und am Frei­tag „zwisch­en 08:00 und 12:00 Uhr ein­treffen wer­den“
Ich klebe also ab 07:30 am Fen­ster und warte auf den Carnica-­Kurier­.  Und war­te. Und war­te…

Ca 10:00 ist er dann da! Zwei klei­ne Kar­tons stapeln sich vor mei­ner Tür. Die Auf­re­gung ist groß. Aber eher bei mir, aus dem Kar­ton er­tönt nur ein leich­tes Summen.

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Ein Blick in die Kar­tons zeigt eine wei­tere Kiste mit Maschen­seite, Futter­topf und ne­ben­bei der Zu­setz­käfig mit der Köni­gin. Die bei­den kommen bis zum Abend in den dunk­len und küh­len Kel­ler, damit sich die Tiere et­was vom Stress der Reise er­holen können.

Ich mache schnell die letz­ten Be­sor­gungen, für die in den letz­ten sechs Mona­ten ein­fach keine Zeit war und bin froh, ei­nen Tag Ur­laub für Kunstschwarmkiste Simpldie­sen gro­ßen Tag ge­nommen zu ha­ben….Außer­dem koche ich noch Zucker­wasser­lösung für das Abend­essen und la­mi­nie­re die An­flug­zei­chen.

Mannschaftsaufstellung

Am Abend dann der Trans­port zum Stand­ort und der Ein­zug der bei­den Völ­ker in ihre Beu­ten.
Das eine Volk soll über eine Rampe zu Fuß in die Beute lau­fen, das an­dere eher kon­ven­tio­nell ein­zie­hen, in­dem der offene Schwarm­kasten in eine leere Zar­ge unter die be­zugs­fer­tige Beute ge­stellt wird.
Vor dem Ein­laufen habe ich schon ein wenig Bammel. Ich habe die In­fos dazu nur von YouTube; ich kenne nie­manden, der Er­fahrung da­mit hat. Also: Schleier auf und frisch an´s Werk. Rampe an Flug­loch, Tuch auf Rampe, Kiste auf und die Bie­nen herz­haft auf das Tuch ge­schüttet. Kurz darauf be­ginnen die Tie­re tat­säch­lich, durch den Schlitz  in die Beute ein­zu­wandern, was zu ei­nem ziem­lichen Ge­dränge und Ge­schubse an der „Tür“ führt.

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Ein be­ein­drucken­des Spek­takel mit ei­nem er­heb­lichen Ge­räusch­pegel! Nach cirka einer 3/4 Stunde war dann der größ­te Teil in der Beu­te ver­schwun­den.

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Da es lang­sam dunkel wur­de, habe ich das zwei­te Volk dann re­lativ schnell in der zwei­ten Beute ver­staut und bei­de Völ­ker mit ihrer Zucker­lösung ge­füttert.

Ausblick

Das Ein­lau­fen las­sen fand ich per­sön­lich recht stres­sig. Und ich habe den Ein­druck, dass es auch für die Bie­nen an­streng­en­der war. Zu­künf­tig wird wohl die kon­ven­tion­elle Me­thode an­ge­wendet.

Ich hoffe, der Stand­ort ist gut ge­wählt und die bei­den Völ­ker ent­wickeln sich gut.
Zu­min­dest die Aus­sicht ist schön. Und ruhig ist es ja um­stände­hal­ber so­wie­so.

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heide­blitz!

2 Antworten auf “Refubees welcome!”

  1. Wow, das war wirklich spannend zu lesen! Ich wusste auch gar nicht, wie man Bienen in ihre neue Behausung einlaufen lässt.
    Tolle Sache, und besonders in Zeiten des akuten Bienensterbens umso wichtiger!
    Viele Grüße, Frauke

    Gefällt 1 Person

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